Derinkuyu Kaymaklı Tal von Soganh
Wieviele Menschen in der Höhlenwelt von Göreme lebten, läßt sich schwer schätzen. Allein die Unterpflasterstadt Özkonak nördlich von Avanos bot 60.000 Menschen Zuflucht, die unterirdischen Städte bei Cardak, Derinkuyu und Kaymakh konnten jeweils zwischen 15.000 und 20.000 Bewohner aufnehmen. Die beiden letzteren, bis zu 8 Stockwerke tiefen Anlagen können heute gefahrlos besichtigt werden; labyrinthische Gänge, Belüftungskamine, Küchen, Wohn- und Lagerräume sowie mühlsteinähnliche Sicherheitstüren vermitteln ein Bild der Lebensformen und Verteidigungsbemühungen ihrer Bewohner. - Bei Soganh schufen Mensch und Natur ein weiteres Kirchental, in dem wenigen Wohnbauten eine Vielzahl von Kirchen mit Fresken aus dem 9.-13. Jh. gegenübersteht. Eindrucksvoll ist ein Komplex von drei Höhlenkirchen, von denen jede den Namen Kubbeli Kilise (Kuppelkirche) trägt. Sind sonst die Kirchen vollständig in das Berginnere verlegt, so wollten die Erbauer diesen Kirchen auch eine äußere architektonische Form geben. Deshalb wurden die pittoresken Felskegel zu Kuppelkirchen gestaltet, wobei das Kuppeldach wie ein Tambour mit Spitzdach wirkt (Bild).
Tal von Soganh
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