Peristrema-Tal
Die tief eingeschnittene Felsschlucht des auch im Sommer nie versiegenden Melendiz Suyu, der beim Dorf Selime in die Ebene austritt (Bild), bildet das romantische Tal von Peristrema mit den Hauptorten Belisirma und Ihlara, und war seit frühester Zeit eine Zufluchtsstätte weltentsagender Christen. Diese haben in den schroffen Felswänden zahlreiche Kapellen und Klausen angelegt und zum Teil mit herrlichen Wandmalereien ausgeschmückt.
Ihre Bibelszenen und Heiligenbilder lassen sich in zwei Gruppen einteilen: Im Norden um das Dorf Belisirma folgten die Künstler dem byzantinischen Reichsstil, wobei einige Kirchen schon vor dem Bildersturm (726-843) ausgemalt wurden. In dem schwerer zugänglichen Südende des Peristrema-Tals dagegen finden wir beim Dorf Ihlara fast ausschließlich Malereien in einem lokalen kappadoki-schen Stil mit syrisch-persischen Einflüssen. So zeigen besonders die Eg ri Tas Kilisesi und die Ag ac Alti Kilise bei den Bildern der drei Weisen aus dem Morgenland und der Flucht nach Ägypten in der realistischen Gestaltung der Kostüme starke orientalische Einflüsse und eine den byzantinischen Christen fremde Welt.
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