Tal von Göreme-2
Im Talkessel von Göreme war das bauliche und geistige Zentrum der kappadokischen Klostergemeinschaften, in dem sich Kirche an Kirche reiht. Hier begegnen uns alle Stilrichtungen der byzantinischen Kunst in Kirchenarchitektur und Wandmalerei. Mit Ende des Bilderstreites (843) setzte in Göreme ein Aufschwung ein, dem wir Kapellen und kleinere Kirchen verdanken; größere Kirchen entstanden erst im 10. Jh. - so die »Neue Kirche« von Tokali, die mit prächtigen Bildern aus dem Leben Jesu ausgestattet ist. Im 11. Jh. schließlich wurden die großen Klosterkirchen angelegt, darunter die Säulenkirchen Karanlik Kilise, Cankh Kilise und Elmali Kilise.
Weitere mehrschiffige Kirchen und Kreuzkuppelkirchen finden sich nebeneinander - alle in Negativarchitektur aus dem Felsen gehöhlt. Viele beeindrucken durch Farbenpracht und reiche Thematik der biblischen Szenen, so daß es schwer fällt, die bedeutendste Kirche hervorzuheben: Meryemana Kilisesi (Bild), St. Barbara Kilisesi oder Yilanh Kilise. Schließlich wichen die Mönche in das Tal El Nazar aus, da das Gestein von Göreme bis an die Grenzen seiner Belastbarkeit ausgehöhlt war.
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